02.12.2019
Kommunalwahl 2020: FWG kürt Bewerber für den Gemeinderat

Einstimmig genehmigte die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Dietramszell ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl. An der Spitze steht Bürgermeisterkandidat Josef Hauser.

Humbach – Sollten ihn die Dietramszeller zum Bürgermeister wählen, will Josef Hauser von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) weniger Sitzungen abhalten. Ganz verzichten möchte er auf den Bauausschuss. Das sagte der aktuell Dritte Bürgermeister am Donnerstagabend in der Aufstellungsversammlung in Humbach.

Die amtierende -Rathauschefin Leni Gröbmaier (Bürgerliste Dietramszell), die nicht mehr kandidiert, gab ihm kontra: „Wie willst Du das denn schaffen?“, fragte sie. „Du bist doch derjenige, der in den Sitzungen immer wieder für unnötige Verzögerungen sorgt.“ Dies tat Hauser als „Angriff unter der Gürtellinie“ ab. Eine Antwort blieb er jedoch schuldig. Darüber hinaus verlief die Aufstellungsversammlung harmonisch und zügig.

Die Vorschlagsliste wurde ohne jegliche Diskussion über Verteilung und Listenplätze einstimmig genehmigt. Hinter Hauser, der die Liste anführt, folgen die aktuellen Gemeinderäte Ingrid Grimm, Thomas Kranz und Martin Pallauf. „Wir sind altersmäßig durchmischt“, befand der FWG-Vorsitzende. Er räumte ein, dass es unter den 20 Bewerbern lediglich zwei Frauen gibt. „Ansonsten bieten wir dem Wähler eine gute Auswahl an, aus der er dann auch wählen kann.“ In der kurzen Vorstellungsrunde der Bewerber versicherten die meisten, dass sie sich für ihren Heimatort einsetzen wollen und bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.

Als Bürgermeisterkandidat erläuterte Hauser seine weiteren Vorstellungen. Dazu zählen die Ausweisung von Flächen für Handwerks- und Gewerbebetriebe. Genauso fordert er, die Gemeinde müsse erschwingliches Bauland zur Verfügung stellen und nach einem Einheimischen-Modell vergeben. Außerdem wolle er bedarfsgerechten, bezahlbaren Wohnraum für ältere Menschen schaffen. „Wir müssen auch die Mittelschule in Dietramszell erhalten.“ Dazu solle versucht werden, einen M-Zug zu bekommen, um den Schulstandort zu stärken. Da das gemeindliche Hallenbad in Ascholding – Stand jetzt – im nächsten Jahr schließt, müsse man sich Gedanken über künftige Nutzung machen. Und: Das Rathaus müsse bürgerfreundlicher werden. Hauser will einen elektronischen Kummerkasten einrichten und Bürgermeister-Sprechstunden abhalten. „Die Schließung des Rathauses an Brückentagen käme mit mir als Bürgermeister nicht mehr in Frage.“

 

Quelle und weitere Infos hier: https://www.merkur.de/lokales/wolfratshausen/dietramszell-ort28584/kommunalwahl-2020-fwg-kuert-bewerber-fuer-gemeinderat-13264094.html